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Wunschzeit

Jeder Mensch hat Wünsche – manche habe sich gerade daran erinnert und Vorsätze gefasst.
Das sind Träume, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Die Wünsche können dem Leben andere Richtung geben. Träume und Wünsche erinnern uns, das wir unser Lebensschicksal nicht ergeben hinnehmen müssen.
Und viele Märchen erzählen, dass es gut ist am Wunschtag – wenn die Fee drei Wünsche erfüllt – seine Wünsche zu kennen, sonst vertut man sie.
Was man sich nicht wünscht, das bleibt auch unerreichbar.
Weißt Du, was Du Dir wünscht im Leben? Wenn nicht, dann wünsche ich Dir, dass Du Dir Zeit zum Träumen und Wünsche finden nimmst in diesem Jahr. Dir träumen erlaubst, auch wenn nicht alles wirklich werden wird.
Wenn Du Wünsche hattest oder hast und sie sind nicht in Erfüllung gegangen? Da tut dies sehr weh, manchmal kurz, manchmal ein Leben lang.
Wie hält man das aus? Mit Traurigkeit und dem Mut neue Wünsche zu finden und Träumen Raum zu geben.
Wir alle leben in einer Welt, die zu wünschen übriglässt – nah und fern. Die wir so nicht wollen. Vieles haben wir nicht in der Hand, aber das Träumen von einer anderen Welt dürfen wir nicht aufhören!
Es ist der Beginn jeder Veränderung.
Jeder kann seine Welt mitgestalten, sie verändern, im Kleinen. Bei uns fängt es an.
Dazu brauchen wir Wünsche und Träume.
Ein Weg dazu kann das Bibelwort für dieses Jahr 2021 sein:
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Lukasevangelium 6,36
Barmherzig meint freundlich, zugewandt zu anderen zu sein. Ihre Begrenzungen und Fehler zu sehen und zu akzeptieren und trotzdem ihnen das Beste zu wünschen, mit meinem Handeln zu ermöglichen.
Freundlich sein mehr als ich muss, als von mir erwartet wird – weil ich es kann.
Barmherzig sein – wie eine Gießkanne mit Aufsatz, die im großen Bogen ihr Wasser verteilt. Das Wasser trifft mehr als eine Pflanze, es lässt aufblühen. Je nachdem wie die Pflanzen es nutzen.
Barmherzig – mehr als passgenau. Für andere. Ergebnisoffen.
„…wie euer Vater barmherzig ist“. Da ist Gott gemeint. Er sorgt für uns, wie im letzten Jahr auch heute. Weil er will. Weil wir ihm am Herzen liegen. Weil er für uns das Beste will. Mit viel Verständnis für uns Menschen. Gott träumt von unseren gelingenden und erfüllten Leben. Und begleitet uns darum barmherzig.
Barmherzig sein.
Tut allen gut.
Wer weiß, was daraus wachsen wird.
Bleibe behütet!
Angelika Angerer, Pfarrerin in Stephanus

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